Montag, 19. September 2016

Im süßen Törtchenhimmel

Wo geht man hin, wenn es im Büro eine kleine Pause braucht, man Lust auf eine süße Kleinigkeit hat und eine richtig große Auswahl haben will? Ins Klein & Fein auf der Maria Theresienstraße! Dort ist das Reich von Petra Unterweger, die ihre hausgemachten Süßigkeiten anbietet. Auf dem Tresen bleibt für anderes kein Platz, so biegt er sich unter Cupcakes unterschiedlicher Sorten und Größen, Torten, Macarons und Keksen.



Aber der Reihe nach... Das Klein & Fein findet ihr auf der Maria Theresienstraße ungefähr gegenüber vom Tirol Shop. Meist stehen ein paar kleine Tische auf der Straße, an denen kann man sich gut orientieren. Das Café ist klein, aber fein, der Name somit sehr treffend.

Im Inneren stehen ein paar Marmortische, ein paar wenige Tische findet man draußen, und oft ist es mir schon passiert, dass ich keinen Platz gefunden habe, weil die wenigen Sitzplätze schnell voll sind. Seit der Eröffnung hat sich das Café auch ein wenig gewandelt. So ist eine Kommode dazu gekommen, wo Petra selbst gemachte Kekse, Marmeladen und Kräutersalze anbietet. Die Wände schmücken Bilder und Emailschilder, die meisten mit Kuchenmotiven. Allerlei Schnick-Schnack hat sich auf kleinen Regalen angesammelt und machen das Café so richtig gemütlich.






















Petra hat eine besondere Liebe zum Detail, das sieht man am von ihr ausgewählten Geschirr, den kleinen Tabletts, auf denen der Kaffee serviert wird und an der Tischdeko. Den Kaffee bezieht sie von Afro Coffee – allerhöchste Qualität und fair trade. Und das schmeckt man! Und eben die süßen Köstlichkeiten dazu. Oft weiß ich gar nicht, was ich auswählen soll, so viel wird angeboten! Vor allem die Cupcakes kann ich empfehlen, die immer aufwändig verziert sind! Auch glutenfreie Varianten gibt es immer im Angebot!
























Auch mittags ist das Klein & Fein ein Besuch wert: auf der Tageskarte gibt es einfache, aber gute Speisen, immer eine vegetarische Variante, dazu Suppe und/oder Salat. Auch Veganer finden hier genug Auswahl. Und wenn man keinen Platz findet, dann bekommt an das Mittagessen in einer Tupperbox mit. Diese muss man dann beim nächsten Besuch wieder mitbringen, aber den Aufwand ist es allemal wert, wenn einem die Müllvermeidung am Herzen liegt. Eine tolle Idee, finde ich.

Petra versucht, so viele Zutaten wie möglich regional zu kaufen: so kommen Bioeier, Obst und Gemüse von Bauern aus Tirol. Zudem verwendet sie keine Fertigprodukte, was man ganz deutlich schmeckt.
























Das Klein & Fein ist somit ein Ziel für alle, die gerne Süßes haben oder Mittags ein warmes Essen ohne Fertigprodukte. Aber auch das eine oder andere Mitbringsel lässt sich in dem gemütlichen Kaffee finden!



Am 30. September 2016 feiert das Klein & Fein seinen
2. Geburtstag!


Maria Theresien Straße 42a, Innsbruck
Reservierungen unter Tel. 0512 / 580405

Montag-Freitag 10.00 - 17.00 Uhr
Samstag 10.00-13.00 Uhr (nur an den Brunchsamstagen geöffnet)
Sonntag & Feiertage geschlossen

Montag, 12. September 2016

Brottürmchen als Belohnung

In hippen Cafés sind immer mehr belegte Brote "in". Aber nicht so wie früher Käse- oder Wurstbrote mit Gurkerl oben drauf. Nein, kleine Kunstwerke mit hoch aufgeschichteten Köstlichkeiten auf wunderbar aromatischem Brot.






















Also musste ich mich auch mit so leckeren Broten mit gerade reifen und regionalen Produkten belohnen. Ich mag Paprika aus dem Ofen sehr, so habe ich diese als Fixstarter nominiert. Paprika habe ich als Kind gehasst, weil sie mir nach dem Genuss sehr im Magen gelegen sind. Durch das rösten im Ofen werden sie sehr viel bekömmlicher und auch im Geschmack angenehmer.

Unter diese kleinen Kunstwerke drunter muss unbedingt ein vernünftiges, würziges Brot. Ich hatte gerade ein Dinkelvollkornbrot nach Lutz Geissler probiert, das gut dazu gepasst hat. Aber auch andere würzige Brote passen gut dazu.






















Der Ziegencamembert kommt auch aus Tirol und bildet eine cremige Komponente auf dem Brot. Ziemlich Umami. Darüber musste eine Art Crumble aus unterschiedlichen Komponenten kommen: so also Kapern für das Salzige, der wilde Oregano für würzige Blätter und die Nüsse für das knackige Etwas.

Sehr Luxus das kleine Brot, Im Spätsommer auf der Terrasse am Wochenende genossen. Vielleicht noch eine Prise grobes Salz drüber. Perfekt.




Vollkornbrot mit gerösteter Paprika und Ziegencamembert

(Rezept zum Drucken)

2 rote Paprika
1 TL Balsamicoessig
Salz, Pfeffer

2-3 Äste wilder Oregano (Dost)
2 TL Kapern
20 g Walnüsse

4 kleine, aromatische Vollkornbrote
ein wenig Butter

1 kleiner Ziegencamembert, bzw. 1/2 größerer


Das Backrohr auf 220°C auf Ober- und Unterhitze vorheizen. Die Paprika waschen, den Stielansatz und die Kerne entfernen, halbieren. Die Hälften mit der Schnittfläche nach unten auf ein mit einem Backpapier ausgelegtes Backblech legen. Im Ofen rund 20 min. rösten bis die Paprikahälften schon schwarz werden. Kurz überkühlen lassen, dann die Haut abziehen. Die Paprikafilets in rund 1cm große Würfel schneiden, mit dem Essig, Salz und Pfeffer abschmecken.

Die Blätter des Oregano abzupfen und grob hacken. Wenn die Kapern in Salz eingelegt waren, das Salz gründlich abwaschen, dann grob hacken. Die Walnüsse grob hacken. Alles ordentlich vermischen.

Die Vollkornbrote dünn mit Butter bestreichen. Die Paprikawürfel darauf verteilen. Auf jede Brotscheibe 3-4 Scheiben Ziegencamembert anordnen und mit dem gehackten Oregano-Kapern-Nussgemisch bestreuen.

An einem angenehmen Sonnenplatz genießen!


Mittwoch, 7. September 2016

Kleines Café mit französischem Touch

Seit Mai dieses Jahres gibt es einen neuen Café-Neuzugang in der unmittelbaren Nähe des Landhauses und damit auch für einen schnellen Kaffee zwischendurch geeignet. Julia Steinlechner hat ihr kleines und sehr sympathisches Café Crema eröffnet!

Da es klein und derzeit noch unscheinbar ist (ein Schild folgt noch nach der Renovierung der Fassade), kann man leicht daran vorbeigehen. Ganz genau befindet es sich in der Passage zwischen Intersport OK und dem Häuserblock im Süden. Ein paar Tische stehen meist im Freien und laden zum Verweilen ein.






















Wenn man das Lokal betritt, sticht einem sofort die alte Leuchtschrift mit dem Wort „Café“ ins Auge. Diese hat Julia vor Jahren einmal erstanden und musste natürlich nun in ihrem eigenen Café hängen.

Die Einrichtung ist schlicht und in klaren Formen gehalten: vier Tische aus Holz im klaren Design, Holzregale mit Champagnerflaschen oder Kochbüchern, auf dem Tresen steht Wasser zur Entnahme. Rechts im Lokal eine mit Neonröhren beleuchtete Abstellfläche, wo die Kuchen des Tages ausgestellt werden, darüber sorgfältig ausgewählte Weine und Spirituosen. Hinter der Bar eine Faema-Espressomaschine und natürlich Julia, die mit einem strahlenden Lächeln ihre Gäste empfängt.

























Der Besuch lohnt sich für eine gute Tasse Kaffee und ein Stück Kuchen genauso wie für die Mittagspause. Aber auch ein Aperitif nach der Arbeit lässt sich hier gut verbringen.

Den Kaffee bezieht Julia im nahen Bayern bei der Martermühle. Die Sorten sind auf die Kaffeemaschine abgestimmt und – was mir besonders wichtig ist – fair trade oder teilweise sogar direct trade. Normalerweise gibt es immer ein frisches Croissant oder Pain au Chocolat zum Kaffee, meist auch Macarons und Tartes, wie die Schokoladetarte oder die Tarte mit Lemon Curd an dem Tag, wo ich sie im Café besuche.

Die Stilrichtung der angebotenen Speisen gefällt mir, ist sie doch sehr französisch ausgerichtet. Neben süßen Tartes werden mittags zwei Sorten an Quiche angeboten, wobei eine immer vegetarisch ist. Meist geht sie in die Markthalle bevor sie das Café aufsperrt und lässt sich vom regionalen Gemüseangebot inspirieren, verrät mir Julia.
























Auch das Angebot für den Aperitif mutet mir sehr französisch an, so gibt es Mixgetränke mit Lillet und Champagner, aber natürlich auch die überall beliebten Sommergetränke wie Hugo oder Aperol Spritz. Als kleines Essangebot will Julia in Zukunft auch eine kleine französischen Käseplatte anbieten.

Ein Tipp im heißen Sommer ist auch ihr kalter Espresso: den frischen Espresso im Glas kühlt sie mit ein paar Eiswürfeln und ergänzt einen Schluck Milch, damit er nicht so bitter ist. Perfekt wenn es in der Stadt drückend heiß wird!


Café Crema
Welsergasse / Maria Theresienstr.49a
6020 Innsbruck

Mo-Fr 8 bis 20 Uhr